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Die RS 2 EL-F und RS 3 EL-F – Zukunft in Hightech verpackt

Eine neue KARL MAYER-Maschinenserie für die Herstellung von Rundballen- und Verpackungsnetzen

Die RS 2 EL-F

Textile Netze haben sich im Bereich der technischen und semitechnischen Anwendungen fest etabliert. Sie schützen vor Sonne, Wind und Hagel, halten Moskitos und Vögel fern, fangen den Ball und verpacken. Besonders gewirkte Rundballennetze gelten inzwischen als unverzichtbare Erntehelfer, deren Herstellungstechnik daher ständigen Optimierungen unterliegt. So führt die KARL MAYER Textilmaschinenfabrik GmbH seit dem vergangenen Sommer eine neue Produktfamilie zur Herstellung von Rundballen- und Verpackungsnetzen im Markt ein.

RS 2 EL-F

Die erste Vertreterin der neuen Netzmaschinenserie aus dem Hause KARL MAYER ist die RS 2 EL-F. Die zweibarrige Raschelmaschine löst die bisherige RS 2 NK-F ab, wird mit einer Arbeitsbreite von 226" in der Feinheit E 6/6 (1 Nadel pro Zoll) angeboten, fertigt Rundballen- und Palettennetze und dies mit höchster Effizienz.

Auf der Grundlage der ins Maschinenkonzept integrierten elektronischen Legebarrensteuerung bietet die neue RS 2 EL-F Arbeitsgeschwindigkeiten von 1500 U/min und damit ein Leistungsplus von bis zu 25 % gegenüber ihrem Vorgängermodell. Weitere Vorteile der Neuentwicklung von KARL MAYER sind eine Schneid- und Klemmeinrichtung zur automatischen Einarbeitung von Markierungsbändchen sowie eine kompakte Aufrolleinrichtung mit standardmäßig pneumatisch gesteuerter Druckwalze für einen konstant festen Kantenaufbau und eine hohe Wickeldichte. Darüber hinaus trägt die Ausstattung der RS 2 EL-F mit KAMCOS® zur Produktivitäts- und Flexibilitätssteigerung bei, während die Anbindung an das KARL MAYER Teleservice-System als Bestandteil des Servicepakets KARL MAYER Service Plus die Verfügbarkeit maximiert. Zudem wurde das Handling der Maschine vereinfacht. So erleichtert eine pneumatische Einlegeeinrichtung an der Aufrollung die Positionierung des leeren Warenbaums, und eine kompakte Bauweise sorgt für Übersichtlichkeit.

All dies bewies die RS 2 EL-F bereits in der Praxis. Nach ihrer Markteinführung während einer Open-House-Show am Firmenhauptsitz im Juli des vergangenen Jahres bestand sie den Produktionstest mit Bravour und ging im März in die Serienfertigung.

RS 3 EL-F

Die RS 3 EL-F ist das flexible Pendant zur RS 2 EL-F und ergänzt damit die Familie der Netzmaschinen. Ausgestattet mit einer dritten schussbildenden Legebarre erweitert die neueste Entwicklung aus dem Hause KARL MAYER in diesem Bereich die Palette der umsetzbaren Muster bei nahezu uneingeschränkter Drehzahl. Die konstruktive Gestaltung der Maschine lässt eine Leistung ebenfalls von 1500 U/min zu – natürlich in Abhängigkeit von der umzusetzenden Legung.

Was hier möglich ist, wird derzeit in umfangreichen Tests in der Entwicklungsabteilung von KARL MAYER getestet. Neben den konventionellen Franse-Schuss-Strukturen zur Umhüllung von Stroh- bzw. Heuballen und zur Vorfixierung von Silageballen konzentrieren sich die Arbeiten dabei u. a. auf den Eintrag eines zusätzlichen Schusses durch die dritte Legebarre. Gegen- oder gleichlegig eingebracht, ließe sich damit die Stabilität und Dichte der Netze z. B. für einen Einsatz als Rasennetz erhöhen. Dieser „Verstärkungsschuss" könnte auch partiell an den Stellen der Krafteintragszentren eingearbeitet werden.

Zudem im Test sind Schussvariationen der unterschiedlichsten Art, beispielsweise eine Schussverteilung über mehrere Maschenreihen. Ergebnisse hieraus: ein geringerer Garnverbrauch und ein steilerer Schussverlauf für eine höhere Querdehnung beim Breitziehen und gegebenenfalls einen besseren Wasserablauf beim Lagern der Stroh- bzw. Heuballen. Der zusätzlich kreuzende Schussfaden sorgt für ausreichende Stabilität und verringert Transportverluste beim Packgut.

All diese Legungsvariationen lassen sich mittels elektronischer Legebarrensteuerung schnell, unkompliziert und sicher umsetzen – für ein durchdachtes Netz-Engineering im Bereich Verpackung bzw. Fixierung von Agrarprodukten und von komprimierbaren Schüttgütern wie Papier, Holzspänen, Abfall oder recycelbaren Materialien. Zudem eignen sich die herstellbaren Netze zur Transportsicherung von Paletten und Containern. Weitere Anwendungsgebiete werden derzeit im Hause KARL MAYER erschlossen und getestet.

Ebenfalls auf dem Prüfstand der Entwickler steht die Aufrollung der RS 3 EL-F. Ein neues Konstruktionskonzept soll hier das Handling vereinfachen und damit die Stillstandszeiten verkürzen. Außerdem wurde das Folienschneid- und Streckaggregat den neuen Anforderungen angepasst und beispielsweise mit neuen Antrieben ausgestattet.

Der Abschluss aller Optimierungsarbeiten an der RS 3 EL-F und Versuche sind für den Herbst dieses Jahres vorgesehen.

 

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