Der Papierverbrauch ist seit 1950 bis heute weltweit um das Sechsfache gestiegen /1/ und explodierte in Deutschland im selben Zeitraum um rund 700 %. /2/ Ebenso hoch wie das Wachstumspotenzial beim Verkauf des Zelluloseproduktes ist der Effizienzdruck bei dessen Herstellung. Dieser verlangt Innovationen bis ins Detail und Kooperationen entlang der gesamten Fertigungskette. Ein erfolgreiches Beispiel hierfür: die Zusammenarbeit der KARL MAYER Textilmaschinenfabrik GmbH in Obertshausen und der Jürgens Maschinenbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Emsdetten.
Neben einer langen Tradition – Jürgens wurde 1921 gegründet und KARL MAYER 1937 – verbinden die beiden Unternehmen Erfahrungen beim Agieren als Globalplayer, vor allem aber ein umfangreiches Know-how beim Bau von Maschinen mit anwendungsspezifischem Zuschnitt. So hat sich die Firma Jürgens mit einer ihrer Produktlinien auf die Herstellung von Webmaschinen für die Fertigung von Siebgeweben in der Papierindustrie spezialisiert, während KARL MAYER seinen PMC-Beamer detailliert auf die Fertigung der hierfür erforderlichen Kanisterbäume auslegte.
Damit die Effizienz ihrer Maschinen im Markt voll zur Geltung kommt, haben die beiden Unternehmen im September dieses Jahres eine Zusammenarbeit bei der Vermarktung des neuen PMC-Beamers vereinbart. Hauptinhalt dabei: das alleinige weltweite Vertriebsrecht der Anlage nebst Gatter für die Jürgens Maschinenbau GmbH & Co. KG.
Der Webmaschinenspezialist hat hierfür einen PMC-Beamer geordert und wird diesen im Frühjahr 2007 in seinem neuen Technikum installieren. Hier können sich die Kunden von der Effizienz der Hightech-Anlage und von der Arbeitsweise einzelner Komponenten wie der AccuTense-Fadenbremse selbst überzeugen, ihre Mitarbeiter schulen lassen und Versuche durchführen. Die praxisnahen Versuche spielen eine wichtige Rolle bei Neu- und Weiterentwicklungen, die ein weiterer zentraler Punkt in der Kooperation der beiden Unternehmen sind.
Alles in allem sichert diese beispielhafte Zusammenarbeit der Firmen KARL MAYER und Jürgens den reibungslosen Transfer der qualitativ hochwertigen Ansprüche aus der Praxis der Papierherstellung in technisch optimale Lösungen bei den Maschinen und damit letztlich die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Anwender.
/1/ Paper Cuts, Worldwatch Paper 149, S. 6
/2/ Papier 2005 - Ein Leistungsbericht, S. 62