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Maschinenkommandant a.D. – das SU-Getriebe

Auslieferung der letzten SU-Getriebe-Maschinen – Hommage an eine bewährte Technik

Eine der letzten beiden Multibar Raschelmaschinen mit SU-Getriebe, die MRPJ 43-1

Am Anfang jedes Neubeginns steht meist ein Abschied – so auch bei der Steuerung der Musterlegebarren an den Raschel-Maschinen der KARL MAYER Textilmaschinenfabrik GmbH. Hier hat sich seit der ITMA 2003 in Birmingham ein tief greifender Generationswechsel vollzogen.

Die neuesten Modelle der Multibar-Raschelmaschinen sowie Textronic®, Jacquardtronic® und Fascination® Laces nutzen für die Musterlegung ein komplett neu entwickeltes Konzept und setzen damit bisher unerreichte Maßstäbe in puncto Flexibilität und Effizienz. Erfolgsrezept dabei: das intelligente Zusammenspiel aus Servoantrieben, Strings und Gasdruckfedern. Eine Innovation, die sich in der Praxis bestens bewährt und die bisherige Lösung, das Summengetriebe, überflüssig macht.

Die patentierte Steuerung über aufsummierte Stellglieder wurde zur ITMA 1979 in Hannover erstmals dem Markt vorgestellt. Sie steuert die seitliche Versatzbewegung der Musterlegebarren durch die Kombination mehrerer Stellglieder, die von einer Mustersteuerung ausgewählt werden, löste damit die bisher gebräuchlichen Kettenglieder ab und erhöhte die Effizienz der Spitzenherstellung. So entfielen die Kosten für den Kauf bzw. die Miete und das Schleifen der Musterketten, und der Wegfall der Kettganggestelle reduzierte den benötigten Produktionsraum. Vor allem aber wurde der langwierige Austausch der Musterketten bei der Umstellung auf andere Designs überflüssig. Muster ließen sich nun jeder Zeit, unkompliziert und mit minimierten Rüstzeiten wechseln. Einfach nur den Datenträger bei gleichem Fadenführerstand austauschen und schon wurden aus Pünktchen Streifen und aus Blüten Geometrics. So konnte Nachbestellungen kurzfristig entsprochen und schnell auf Schwankungen des Marktes reagiert werden.

Diese wurden besonders mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts immer unkalkulierbarer und tief greifender und führten damit zur neuen Definition des Begriffs „Flexibilität" in der Textilbranche. Gehören heute hohe Drehzahlen fast schon zum Basic der vermarktungsfähigen Fertigungstechnik, muss diese darüber hinaus zunehmend höhere Anwendungsspezifik bei der Gestaltung ihrer Produkte bieten. Größtmögliche Musterungsvielfalt ist also gefragt – eine Forderung, bei der auch die Summengetriebe im Laufe der Jahre an ihre Grenzen stießen und nach einer neuen innovativen Lösung verlangten. So war es im Januar 2006 dann soweit: Die letzten beiden mit SU-Getrieben ausgestatteten Multibar Raschelmaschinen vom Typ MRPJ 43/1 trafen bei dem chinesischen KARL MAYER-Kunden YIWU BALI LI SHI LACE ein, wurden hier aufgebaut und fertigen nun zuverlässig Qualitätsspitze. Erfolgsbonus made by Zufall: eine der beiden Maschinen trägt die Glückszahl 13.

 

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